Golden Moon

Golden Moon 30 x 40 cm Grafitti 2015

Golden Moon, 30 x 40 cm, Graffiti, 2015

Deutsch

English

It was one of the late winter days when I opened the door of my house and sat quietly in the gras which was covered in snow. The gentle cold did not feel uncomfortable, and no gentle breeze touched my face. The nearby water shaped soft, barely noticable waves.

Otherwise – Silence, merely silence.

I began to let my eyes wander around the sky and paused when I saw the golden moon . Two, maybe three minutes, I stared at the companion and brother of earth, when I saw a small shadow on it. I reminded myself to improve my senses and focus on the small shadow.

The shadow seem to appear as a tiny figure which then turned into the shape of a little boy. The boy was surrounded by a field of white and red roses, waving at me.

I waved back.

After a short blink I suddenly found myself in the midst of a fragrant sea of roses. I didn´t see the little boy.

However, nearby I saw a hill, which I immediately started to climb. Once I reached the top, somewhat out of breath, I saw her – Mother Earth.

I held my breath.

How beautiful she is, in her blue complexion.
How fragile she acts, in all that space.

I stared at the earth and observed myself, me, still earthbounded, I espied the moon. This time, I was the one who began to wave.

I turned around and met myself.

In that moment, I woke up and heard a gentle voice:

If you love a flower that lives on a star, it would be beautiful to watch the sky at night. All stars have flowers.

(from “The Little Prince“,  Antoine de Saint-Exupéry, New York 1943)

 


Deutsch

Es war einer der späten Wintertage als ich die Tür meines Hauses öffnete und mich schweigend in das von Schnee bedeckte Gras setzte. Die sanfte Kälte fühlte sich nicht unangenehm an und auch kein noch so sanfter Lufthauch berührte mein Gesicht. Das nahe Wasser schlug sanfte, kaum hörbare Wellen.

Ansonsten – Stille, nichts als Stille.

Ich begann meine Augen über das Firmament schweifen zu lassen und verharrte erst mit meinen Blicken, als ich den goldenen Mond erblickte. Zwei, vielleicht auch drei Minuten, starrte ich auf den Gefährten und Bruder der Erde, als ich einen kleinen Schatten darauf erkennen konnte. Ich besann mich darauf, meine Sinne zu schärfen und den kleinen Schatten zu fokussieren.

Der Schatten formte sich zu einer kleinen Gestalt und die Gestalt nahm die Form eines kleinen Jungen an. Der Junge war umgeben von einem Feld aus weißen und roten Rosen – und winkte mir zu.

Ich winkte zurück.

Nach einem kurzem Wimpernschlag befand ich mich plötzlich inmitten des herrlich duftenden Meeres aus Rosen. Den kleinen Jungen, konnte ich nicht erblicken.

Ganz in der Nähe sah ich jedoch einen kleinen Berg, zu dem ich mich gleich auf den Weg begab. Oben angekommen, noch ein wenig außer Atem, sah ich sie – Mutter Erde.

Ich hielt die Luft an.

Wie wunderschön sie doch ist, in ihrem blauen Teint.
Wie zerbrechlich sie wirkt, in all dem Raum.

Ich starrte auf die Erde und konnte mich dabei selbst beobachten, wie ich, noch erdgebunden, den Mond fixierte. Diesmal war ich es, der anfing zu winken.

Ich drehte mich um und begegnete mir selbst.

In diesem Moment erwachte ich und hörte eine sanfte Stimme rufen:

Wenn du eine Blume liebst, die auf einem Stern wohnt, dann ist es schön, in der Nacht den Himmel zu beobachten. Alle Sterne haben Blumen.

(aus “Der kleine Prinz“,  Antoine de Saint-Exupéry, New York 1943)

 

 

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